03.3Success Story · Finanzdienstleistung

Financial Service Plus

Ein Kernsystem, das nicht mehr bremst.

Die Factoring-Prozesse liefen auf einem veralteten Kernsystem: jede neue Anforderung teurer als die vorherige, neue Mandanten technisch kaum abbildbar. Wir haben das Kernprodukt als mehrmandantenfähige Plattform neu entwickelt — bei laufendem Geschäft.

Kernsystem

Ein Modell

Prozesse, Rollen und Auswertungen in einem Modell statt in Kopien pro Kunde.

Betrieb

Kein Stillstand

Ablösung in Etappen, mit realem Prozessvolumen im Tagesgeschäft.

Anwendungsdarstellungen sind Adaptionen im Lipsia-Designsystem · alle Zahlen illustrativ

01Über das Projekt

Das Kernsystem war die Grenze des Geschäfts.

Financial Service Plus betreibt Factoring: Forderungen ankaufen, prüfen, auszahlen, überwachen. Dieses Geschäft lief auf einem Kernsystem, das über Jahre gewachsen war — funktionsfähig, aber an seinem Ende. Technische Schulden begrenzten nicht die Technik, sondern die Produktentwicklung.

Wir haben das Kernprodukt neu entwickelt und dabei mandantenfähig geschnitten: Prozesse, Rollen und Auswertungen liegen in einem Modell, Unterschiede zwischen Mandanten sind Konfiguration. Die Ablösung des Altsystems lief in Etappen, ohne das Factoring-Geschäft anzuhalten.

Leistungen
Modernisierung & Softwarearchitektur
Digitale Produkte & Plattformen
Weiterentwicklung & Support
Branche
Finanzdienstleistung
Factoring
Rolle
Architektur
Entwicklung

02Aufgabe

Neu bauen, ohne anzuhalten.

Ein Kernsystem im Finanzumfeld darf keine Lücke haben: Buchungstag, Prüfpfad und Auszahlung laufen weiter, während darunter die Plattform getauscht wird. Die Aufgabe war deshalb nicht nur Architektur, sondern Reihenfolge.

  • Zielarchitektur
  • Mandantenmodell
  • Prozessplattform
  • Auswertung im Kern
  • Schrittweise Ablösung
  • Das Kernprodukt als Plattform neu entwickeln
  • Neue Mandanten ohne Sonderlösungen aufnehmen
  • Die Factoring-Kette prozessnah abbilden
  • Auswertung ins Kernsystem holen, statt daneben zu rechnen
  • Das Altsystem in Etappen ablösen

03Mandantenmodell

Ein Modell statt Kopien pro Kunde.

Im Altsystem war jeder Mandant eine Variante im Code — jede Änderung musste mehrfach gedacht und mehrfach getestet werden. In der neuen Plattform ist der Mandant ein Datensatz mit Parametern: Prozessvariante, Zessionsart, Auszahlungsregel, Mahnstufen.

Unterschied

Konfiguration

Was Mandanten unterscheidet, ist ein Parameter — kein eigener Zweig im Kernsystem.

Limite und Auslastung im Kern

Ankaufslimite je Debitor, ihre Auslastung und die Überschreitung gehören ins Kernsystem — nicht in eine Nebenrechnung, die jemand pflegt. Die Prüfung greift damit auf denselben Stand zu wie die Auswertung.

Prüfung

Ein Stand

Limitprüfung und Reporting rechnen auf derselben Grundlage.

Auswertung ohne Zweitsystem

Volumen, Bestände und Fälligkeiten je Mandant liegen im Kernsystem. Das ersetzt den Umweg über Exporte und Tabellen, mit dem im Altsystem gearbeitet werden musste.

Herkunft

1

Eine Datenbasis für Bearbeitung und Auswertung.

04Ankauf und Prüfung

Die Kette, wie der Fachbereich sie zählt.

Ankauf, Prüfung, Auszahlung, Mahnwesen: die Plattform bildet die Etappen so ab, wie die Sachbearbeitung sie zählt — mit Beständen, Prüfregeln und einem Protokoll, das jeden Schritt nachvollziehbar macht.

Stapel

126 Positionen

Rechnungsstapel mit Status je Position — Prüffälle sind sichtbar, nicht gesucht.

Regelwerk

5

Prüfregeln je Position: Stammdaten, Dublette, Limit, Zession, Freigabe.

Prüfregeln sind Teil des Prozesses

Jede Position durchläuft dieselben Regeln, und die Regel, die hält, steht am Fall. Was Sachbearbeitung entscheidet, bleibt Entscheidung — was Regel ist, wird nicht jedes Mal neu diskutiert.

Grenze

Limit 94 %

Die Regel stoppt die Position, die Sachbearbeitung entscheidet über die Freigabe.

Protokoll statt Rekonstruktion

Eingang, Abgleich, ausgelöste Regel, Vorlage zur Freigabe: der Verlauf steht am Beleg. Das ist die Grundlage für Prüfung und Revision — und für Fragen, die drei Monate später kommen.

Nachweis

Jeder Schritt

Zeitpunkt, Auslöser und Regel bleiben am Vorgang.

05Ablösung

Ablösung in Etappen, ohne Stillstand.

Das Altsystem wurde nicht abgeschaltet, sondern Modul für Modul entlastet: erst die Kette, dann die Auswertung, dann die Mandanten. Jede Etappe war für sich produktiv — der Big Bang, den solche Projekte gern versprechen, war nie Teil des Plans.

Reihenfolge

Etappe für Etappe

Jede Etappe geht produktiv, bevor die nächste beginnt.

Illustrative Bestände im Muster der Anwendung · keine Kundendaten

06Technische Eckpunkte

Was in diesem System steckt.

Angaben zum Projektumfang aus der eigenen Projektkommunikation.

Plattform
Mehrmandantenfähige Prozessplattform
Fachprozesse
Ankauf · Prüfung · Auszahlung · Mahnwesen
Mandantenmodell
Prozessvarianten als Konfiguration
Regelwerk
Prüfregeln je Position mit Protokoll
Auswertung
Im Kernsystem, ohne Zweitsystem
Ablösung
Schrittweise Ablösung des Altsystems
Rolle Lipsia
Architektur · Entwicklung

07Ergebnis

Eine Plattform, die Produktarbeit wieder erlaubt.

Das Kernprodukt läuft auf einer neu entwickelten, mehrmandantenfähigen Plattform. Weitere Produktmodule sind vorgesehen; welche zuerst kommen, entscheidet der Fachbereich — nicht die Architektur.

Bestätigt

  • Neuentwicklung des Kernsystems
  • Mehrmandantenfähige Plattform für das Kernprodukt
  • Prozesse, Rollen und Auswertung in einem Modell
  • Architektur und Entwicklung durch Lipsia Digital

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Storefront

Ein über zehn Jahre altes Shopsystem, ersetzt durch eine moderne Storefront — mit KI im Entwicklungsprozess.

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